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Kim Hedeler gibt einen Vorgeschmack auf Ausstellungen in der Galerie Havanna

 - 08.01.2011 - 

Die "Wellenweiber" kommen

Von Gabriela Keller - Weser Kurier

Vegesack. Sieben Ausstellungen mit Werken von insgesamt 17 Künstlern hat sie in den zurückliegenden zwölf Monaten organisiert. Eine Vernissage jagte die nächste. 2010 war für Kim Hedeler ein lebhaftes Jahr. 2011 wird die Vegesacker Galeristin es ruhiger angehen lassen. Mit etwas weniger, dafür aber längeren Ausstellungen.

Die ersten Termine stehen fest. Noch bis 18. März sind die "Künstler der Galerie" bei ihr in der Galerie Havanna zu Gast. Zehn an der Zahl zeigen seit Dezember ihre Arbeiten an der Alten Hafenstraße 20. Mit Werken von Renate Vogel-Stelling eröffnet am 17. April die erste Einzelausstellung des neuen Jahres. "Viva la vida"-es lebe das Leben-heißt der Titel. Bis 18. Juni zeigt die Nichte des 1987 verstorbenen Nordbremer Malers Willi Vogel Bilder voller Sinnesfreuden und Lebenslust.

Die in Danzig geborene und in Bremen aufgewachsene Künstlerin, die in Sottrum lebt und arbeitet, bringt ihre "Wellenweiber" mit. Frauen, halb irdische und halb überirdische Wesen mit üppigen Formen, wogen wie Wellen des Meeres in ekstatischer Verzückung über die Leinwand. Auf einem Stier wie "Europa", auf Pferden oder an süßen Trauben naschend als "Bacchus' Gespielin". In feurigem Rot, der Farbe der Liebe und Leidenschaft, reiten sie dahin oder tauchen ein ins Meeresblau.

In Nizza nahm Vogel-Stelling 1986 ersten Malstudien auf. Ihre Ausbildung setzte sie bei Malern in Worpswede und in Bremen fort. Für ihre Ölbilder hat sie eine eigene Technik entwickelt. "Revost"-Struktur nennt sie ihren Stil. Die Abkürzung setzt sich zusammen aus den zwei Anfangsbuchstaben ihrer Vor- und Nachnamen. Bei der ihr eigenen Technik führt die Künstlerin die Pinselstriche wie ein Flechtwerk über die Leinwand.

Zweiter Galeriegeburtstag

Bei einem Besuch im Atelier in Sottrum im Dezember hat Kim Hedeler mit der Malerin erste Bilder für die neue Ausstellung ausgewählt. Mit dabei ist ein Werk, das wie für die Galeria Havanna gemalt scheint. Die Impression "Havanna" zeigt Paare, die in Kubas Hauptstadt im Schatten des Kapitols ausgelassen auf der Straße tanzen. In den Zeitraum der Ausstellung fällt der zweite Geburtstag der Galerie. Am 28. Mai feiert Kim Hedeler mit Besuchern und Künstlern ihrer Galerie. Renate Vogel-Stelling führt durch ihre Ausstellung.

Das Sommerloch im Juli will Hedeler in diesem Jahr mit Werken von "Künstlern der Galerie" füllen. Für den Spätsommer plant die Galeristin außerdem eine Ausstellung mit zwei Künstlern aus Kuba, deren Werke bisher noch nicht in der Galerie zu sehen waren. Zeigen will sie in diesem Jahr auch Arbeiten von Philip Hudgson Dorrel. Der gebürtige Insulaner von San Andrés bei Kolumbien, der heute in Berlin wohnt, sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr in Vegesack ausstellen. Eine Schau mit Arbeiten von Roberto González kam dazwischen. Der kubanische Künstler weilte damals gerade in Deutschland und Hedeler ließ sich die einmalige Gelegenheit, den in seiner Heimat bekannten Maler vorzustellen, nicht entgehen.

Auch 2011 will Hedeler flexibel planen. So viele Ausstellungen wie im vergangenen Jahr sollen es aber nicht werden. Dafür werden die Werke der Künstler länger zu Gast in der Galerie sein. Hedeler trägt nach eigenen Worten Besucherwünschen Rechnung. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele einige Wochen nach der Vernissage gerne nochmal wiederkommen."

 

GALERIE HAVANNA  | 0172 419 7252