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Gruppenausstellung in der Galerie Havanna präsentiert

Zeitgenössische Künstler

Die Norddeutsche 30.11.2010 – von Christian Pfeiff

Einblick in andere Kulturen

Seit ihrer Gründung vor etwas mehr als einem Jahr gelang es der "Galerie Havanna", zahlreiche viel versprechende und renommierte Künstler aus Kuba, Südamerika und Afrika zu Ausstellungen in der Alten Hafenstraße zu bewegen. Zeit also, eine erste Zwischenbilanz des bisher Geleisteten zu ziehen.

Für diese Bilanz wählten Galeristin Kim E. Hedeler und Kunstberaterin Hannelore Noltenius die probate Form einer Gemeinschaftsausstellung, die Werke der bislang in der Galerie in Erscheinung getretenen Künstler in sich vereint und viel versprechende Neuentdeckungen präsentiert.

Zu diesen Neuentdeckungen der Galerie, die bei der Vernissage am vergangenen Sonnabend auch persönlich zugegen waren, zählen neben der gebürtigen Chilenin Carolina Villagra-Roth auch der in Bremen wohnhafte Kubaner "Papucho" alias Jorge Larazo-Perez sowie der ebenfalls in Bremen lebende Peruaner Reynaldo Ari Kakachi, der zudem die Ausstellungseröffnung mit Folkloreklängen seines Duos "Reynaldo & Arturo" musikalisch untermalte.

Ihre Werke teilen sich die Galeriewände mit Erzeugnissen aus dem Schaffen von unter anderem Hugo Azcuy Castillo und Andrés Achi, die laut den Galeriebetreibern einen Leumund als zwei der bedeutendsten zeitgenössischen Maler Kubas genießen. Doch auch die Namen der weiteren vertretenen Künstler sind regelmäßigen Besuchern der Galerie keinesfalls unbekannt: Werke Larissa Strunowa-Lübke’s zierten ebenso bereits zuvor die Galeriewände wie die sexuell konnotierten Abstraktionen eines Alejandro Arrechea Fong.

Farberuptionen

Entsprechend vielgestaltig zeigen sich die Werke, mit welchen sich die zehn vertretenen "Künstler der Galerie", so der Ausstellungstitel, im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung präsentieren: Neben expressionistischen Pop-Art-Einflüssen Papuchos prangen großflächige abstrakte Bildkompositionen Strunowa-Lübke’s aus nicht minder intensiven Farbtönen; Arián Irsula’s rauschhafte Farberuptionen in Pollock-Manier treffen auf die hauchzarten, hellen Farbgebungen Andrés Achi’s.

Ebenso unterschiedlich wie die angewandten Stilistiken ist auch die motivische Herangehensweise der unter dem Dach der Galerie Havanna versammelten Künstler. Eine Gemeinsamkeit zöge sich laut Kunstberaterin Hannelore Noltenius jedoch wie ein roter Faden durch alle Exponate: Alle Künstler ließen sich mehr oder minder direkt durch antike Kulturen und reichhaltige Mythologien ihrer jeweiligen Heimat inspirieren und diese mal offen in Form von geisterhaften Gestalten, mal dezent als Spurenelement in grellen Pop Art-Gebilden in ihre Werke einfließen.

Wesentlich pragmatischer wirkten indes die Ansichten des Ortsamtsleiters Heiko Dornstedt, der neben Hedeler und Noltenius zu den Laudatoren der Vernissage zählte. Bilder und Malerei stellten ein elementares Mittel zur nonverbalen, multikulturellen Kommunikation dar. "Bilder wie diese laden den Betrachter zu Interpretationen ein und gewähren einen kleinen Einblick in andere Kulturen."

 

GALERIE HAVANNA  | 0172 419 7252